How it is

von

How it is ist der Auftakt einer Trilogie des Fotografen Ingmar Kurth. Das Buch kommt ohne Text oder erklärende Worte aus. Es ist eine pure Bestandsaufnahme und zeigt eine Realität der Bildfindung. Es ist eine Spurensuche im wahrsten Sinne des Wortes. Doch wie vollzieht sich diese Suche innerhalb eines Buches?

Eine wohltuende Hilfestellung bietet hierbei die editorische Arbeit von Antonia Henschel. Sie hat mit der sorgsam gewählten Abfolge der Abbildungen eine Ordnung innerhalb des Werkes geschaffen. Dabei hat sie den Weißraum um die Bilder so konzentriert gesetzt wie ein Fotograf seine Lichtquellen platziert. Es entsteht der Eindruck eines Labors. Nichts lenkt vom Wesentlichen ab.

Die Aufnahmen selbst zeigen flüchtige Momente und halten Stimmungen fest: Architektur, Detailaufnahmen, Kontraste, Portraits und immer wieder Schatten und Strukturen mit ihren Verwerfungen. Man ahnt, dass die Bilder oft nebenbei und damit nicht zielgerichtet entstanden sind. Und doch sind sie viel mehr als die gerade in Mode stehenden beiläufigen Motivwelten, die uns heute überall begegnen.

Die zahlreichen Versatzstücke und Metaphern von Ingmar Kurth verdichten sich. Die Klarheit ergibt sich erst aus der Abfolge der Bilder. Man erhält die Ahnung einer Inspiration, einer Idee, die ihrerseits dann irgendwann wieder zu einem präzisen Bild werden kann. Doch in dem festgehaltenen Zeitpunkt ist sie eben noch nicht mehr als ein wertvolles „How it is“.