Ideologie und Stimmverhalten

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Dieses Buch thematisiert die Funktion der ideologischen Selbstidentifikation im Meinungsbildungsprozess zu Abstimmungsentscheiden. Der Autor geht dabei zunächst einmal der Frage nach, worauf die Links-Rechts-Selbsteinschätzung der Schweizer und Schweizerinnen gründet: Wird sie aus abstrakten politischen Grundüberzeugungen abgeleitet und wenn ja, aus welchen? Oder ist sie lediglich ein Surrogat für die Parteisympathie?

Sodann wird der Orientierungswert der ideologischen Selbsteinstufung bei der Entscheidfindung zu Sachabstimmungen analysiert: Dient sie den Stimmbürgern und Stimmbürgerinnen als eine Heuristik, die einen komplexen Entscheid vereinfachen soll? Können politische Unternehmer demnach Abstimmungskampagnen erfolgreich an den ideologischen Überzeugungen der Stimmenden ausrichten?

Nebst der Beantwortung dieser Fragen bietet dieses Buch einen konzisen und gleichzeitig kritischen Überblick über den aktuellen Stand der Stimmverhaltensforschung in der Schweiz und diskutiert die Rolle weiterer Bestimmungsgründe des Urnenentscheids.