Jeder Begegnung wohnt ein Zauber inne.

Eine Einladung zum voneinander Lernen und miteinander Gestalten.

von

ES IST EIN MAGISCHER MOMENT: der erste Blick zwischen dem Neugeborenen und seiner Mutter. Um seiner selbst willen angenommen, geliebt, als Subjekt gesehen zu werden – das ist Begegnung. Doch schon sehr früh machen wir die Erfahrung, dass wir im täglichen Umgang von anderen zu Objekten ihrer Absichten und Erwartungen, Vorstellungen, Belehrungen und Maßnahmen gemacht werden. Die traurige Folge ist eine vielfach gestörte Beziehungskultur – in weiten Teilen unserer Gesellschaft.
Der bekannte Hirnforscher Gerald Hüther plädiert eindringlich für eine neue Kultur des Umgangs miteinander: für eine Kultur der Begegnung, die sich vor allem durch gegenseitige Wertschätzung auszeichnet. Denn nur in einer solchen Begegnung auf Augenhöhe können sich unsere Potenziale wirklich entfalten, können wir in der Gemeinschaft über uns hinauswachsen, erst so kann Co-Kreativität entstehen.
Und gerade dies ist angesichts all der brennenden Zukunftsfragen – in Bildung, Wirtschaft oder Ökologie – gefragter denn je. Denn unsere Probleme werden wir künftig nicht mehr allein, sondern nur gemeinsam lösen können.

»Die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen, wird sich ganz grundlegend ändern müssen, oder wir sind auf diesem Planeten nicht mehr überlebensfähig. Und die neue Form des Umgangs miteinander heißt Begegnung: Begegnung statt Beziehung.«
Gerald Hüther