Johanna von Stegen, die Heldin von Lüneburg

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Zeiten von Krieg, Fremdherrschaft und Verfolgung sind Zeiten gemeinsamer Not, die mutige und selbstlose Taten erfordern. Wer die wagt, wird zum Helden und verdient es, im guten Gedenken der Nachwelt zu bleiben. Johanna Stegen aus Lüneburg war eine jener tapferen jungen Frauen, die im Befreiungskriege gegen die napoleonische Fremdherrschaft zu Heldinnen wurden.
Der Autor lässt den Leser teilnehmen an der Breite und Vielfalt des Ablaufs von Geschehnissen der napoleonischen Fremdherrschaft sowie am Kampf der Befreier, der Söldnerheere, der freiwilligen Jäger und der Bürger im Kriegsgebiet. Darin eingeordnet ist der liebevolle Bericht über Johanna Ste-gen, die mit mutigem Einsatz ihres Lebens zum Gelingen eines der ersten Siege gegen die napoleonischen Truppen in Deutschland beitrug und in den Kreis der Patrioten jener Zeit einbezogen wurde.
Hier knüpft der Autor an, um das Lebensbild der Heldin einzuweben in Probleme jener Zeit und dem Leser Einblick zu geben in viele mutige Taten zu Zeiten des Krieges sowie in politische Gespräche der Patrioten und Reformer jener Zeit, mit tief greifenden Überlegungen darüber, wie man der Einheit Deutschlands und der Freiheit der mündigen Bürger dienen könne in Zeiten des Friedens.
In der gesellschaftlichen Entwicklung reifen Probleme heran, von denen – damals wie heute – niemand sagen kann, er wisse, wie sie zu lösen sind. Daher geben auch Diskussionen der Patrioten der damaligen Zeit trefflich Anlass zu einer historischen Debatte.
(Vorwort von Professor Dr. habil. Siegfried Melchert)