Jugendjahre – Reminiszenz an die 1950er

von

Plötzlich hörte er einen spitzen Schrei. Wie elektrisiert schoss er in die Höhe. »Olli …?« Vom Freund keine Spur. Wollte der sich für seine Witzelei revanchieren? – Dann war ihm, als höre er es leise wimmern. »Olli?«, rief er noch einmal. »Mach keinen Scheiß! Wo bist du denn?« Vorsichtig ging Veit einige Schritte weiter. Das Wimmern war jetzt deutlich zu hören. Ihm fuhr der Schreck in die Glieder, als er etwa sechs Meter vor sich ein Loch bemerkte, aus dem geborstene Bretter, Äste und Zweige ragten. Was dazwischen klemmte, sah aus wie Olivers Karte … Mit einem leisen Lächeln erzählt der Autor Alltagsgeschichten aus der jungen DDR, vom Ernteeinsatz in den Ferien, von der letzten Westreise und der ersten große Liebe. Dabei bleibt er heiter und schaut mit viel Wärme, doch nicht ohne Tiefe auf seine Jugend zurück. Eine beschauliche »Liegestuhllektüre«, die ihre Leser sowohl packt als auch berührt. [H. Deschle]