Kant

Die Revolution der Vernunft

von

Philosophie macht Angst. Es ist nicht einfach mit „dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ (Douglas Adams). Dabei ist die klassische Philosophie rein und köstlich zu lesen, hochspannend und geistig erhellend zugleich. Besonders, wenn sie Immanuel Kant heißt. Und sie ist, wie Mathias Jung zeigt, lustvoll zu begreifen. Kant (1724-1804), der „Allzermalmer der Metaphysik“, stellte die vier Existenzfragen vor dem „Richterstuhl der Vernunft“: „Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was kann ich hoffen? Was ist der Mensch?“ Für so viel Mut setzte der Vatikan sein Werk auf den Index der verbotenen Bücher. Gegen Thron und Altar, Obrigkeitsanmaßung und Duckmäusertum entfachte der Königsberger Denker die Revolution der Vernunft: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen!“ Dies ist bis heute der Leitsatz der Aufklärung.