Kleine Griechische Bibliothek

Ein modernes Epos

von

Kazantzakis’ dichterisches Hauptwerk, das Homers Epen fortschreibt, ist länger als dessen „Ilias“ und „Odyssee“ zusammen: In 33.333 Versen erzählt es von Odysseus’ neuen Abenteuern, die den Helden über Sparta, Kreta, Ägypten und Zentralafrika bis zum Südpol führen, wo er die absolute Freiheit zu finden vermeint. Anders als den antiken kann den Kazantzakis-Odysseus nichts halten, er ist maßlos und grausam, miss­achtet alle Grenzen, aber auch stets ein Schöpfer, er ist der universale Mensch der Moderne, der ohne Rechtfertigung und ohne religiöse Bindung sein Leben lebt.
1973 von Gustav A. Conradi in deutsche Verse gebracht, erscheint der Band, jahrzehntelang ­vergriffen, zum 60. Todestag des Dichters 2017 komplett durchgesehen und erstmals in einer zweisprachigen ­Ausgabe.