Kochen ist Politik

Warum ich in den Dschungel gehen musste, um Rezepte für den Frieden zu finden

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Kochen ohne Grenzen. Statt Kitchen Battle setzt David Höner mit seiner Hilfsorganisation „Cuisine sans frontieres“ auf gelebte Küchendiplomatie und entwickelt dabei weltweit Rezepte für den Frieden – von Tschernobyl bis zum Kongo.
Seit vielen Jahren reist der Koch und Autor David Höner durch die Krisenregionen der Welt, um Menschen beim Kochen und Essen zusammenzubringen – über 800 Projekte hat er inzwischen ins Leben gerufen. So wurde er mit seiner Hilfsorganisation „Cuisine sans frontieres“ zu einem kulinarischen Grenzgänger, der Verbindungen schafft. Am besten in einem einfachem Wirtshaus. Denn hier findet das Leben statt: Man verliebt, man streitet und vor allem man versöhnt sich. David Höner erzählt von friedenstiftenden Erfahrung und seiner Mission, die Welt mit einer kleinen Idee etwas besser zu machen: „Manchmal denke ich, das sind nur Tropfen auf den heißen Stein. Doch, wenn ich höre, dass seit unserer Küche in San Josecito die Kinder nicht mehr unterernährt sind, dass landlose Indigene in einem Hotel Arbeit gefunden haben und im North West Rift Valley in Kenia die verfeindeten Pokot und Turkana auf unserem Fest tanzen, bestätigt sich, dass diese selbst gestellte Aufgabe Sinn mach.“