Kommen und gehen, manchmal bleiben

Vierzehn Geschichten

von

Nach dem großen Erfolg seines Romandebüts »Stadt Land Fluss« legt Christoph Peters einen Erzählband vor: 14 Geschichten, kunstvoll gebaut, perfekt im Stil, klassisch im Ton und präzise in der Beschreibung. Diese messerscharf in Sprache verwandelten Beobachtungen berichten schwebend leicht von den großen Sehnsüchten und Ängsten der handelnden Personen. Der Titel ist Programm: In Christoph Peters« Erzählungen kommen die Menschen und gehen, und nur selten finden sie, ob jung oder alt, die Heimat, die sie zum Bleiben brauchen. Ob in Deutschland, in Afrika oder Ägypten – sie wünschen sich, wenn nicht in eine andere Haut, dann wenigstens in ein anderes Land. Denn sie sind Reisende, von tiefer Ortlosigkeit geprägt und im Grunde ohne festes Ziel.

Kontrapunktisch wechseln sich Geschichten von Sesshaftigkeit und Verwurzelung mit Reisegeschichten ab, ebenso wechseln Perspektive und Erzählhaltung. Da gibt es Stadt- und Landgeschichten, der Okzident wird dem Orient gegenübergestellt. In Peters neuen Erzählungen sind Heimat und Fremde doppelbödiger, untrennbarer Gegensatz geworden. Allen seinen Figuren gemeinsam ist die unbestimmte Sehnsucht, immer wieder aufzubrechen, die Sehnsucht nach etwas Neuem, die Suche nach einem wirklicheren Leben.