Kreuzzug bis ans Höllentor

Machtgier und Glaubenswahn im europäischen und islamischen Mittelalter

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Anno 1204 gründete Herzog Ludwig I. von Bayern die Stadt Landshut und in den folgenden Jahrzehnten auch die Städte Straubing, Landau an der Isar und Cham. Dies lässt den Wittelsbacher, der von 1183 bis 1231 regierte, als gütigen Landesvater erscheinen, welcher die Lebenssituation seiner Untertanen entscheidend verbesserte und das Aufblühen ganzer Landstriche beförderte. Andererseits jedoch war der Charakter des Bayernherzogs von unbarmherzigem Machthunger geprägt, was zur Folge hatte, dass Ludwig eine Reihe grausamer Feldzüge in Deutschland unternahm. Anno 1220 sodann befahl ihm der Stauferherrscher Friedrich II., einen Kreuzzug nach Ägypten durchzuführen. Mit seinem Kreuzheer segelte Ludwig über das Mittelmeer – und ahnte nicht, dass ihn im Orient die Hölle auf Erden erwarten würde …
Manfred Böckl erzählt in diesem Roman von prunkvollen Festen und blutigen Schlachten, von tiefer Liebe und gnadenlosem Verwandtenmord. Er rekonstruiert die faszinierende Geschichte eines mittelalterlichen Herzogs, der im Machtkampf der staufischen und welfischen Kaiserhäuser um seines eigenen politischen Vorteils willen immer wieder die Seiten wechselte. So führt die Handlung zu den unterschiedlichsten Schauplätzen: unter anderem in die Wildnis des Bayerischen Waldes, die Heidelberger Pfalzgrafenburg, den päpstlichen Lateranpalast in Rom und die ägyptische Festungsstadt Damietta.
In der beschwörenden Atmosphäre dieser Erzählung vom Leben eines zerrissenen Hochadligen spiegelt sich große bayerische, deutsche, europäischeund orientalische Geschichte wider.