Kriminal-Novellen

von

Der Sturm schlug lauter an die Fenster der Mühle. Er strich heftiger an den Mauern vorüber. Die hohen Tannen beugte er, als wenn sie brechen sollten. Er trieb keinen Regen mehr, aber den Schnee desto dichter und wilder. Die großen, schweren Flocken erfüllten und verfinsterten die Luft, dass man keine zehn Schritte weit sehen konnte.
Hören konnte man noch weniger in dem Heulen und Brausen rund umher.
„Besser hätten wir es wohl nicht treffen können,“ sagte von zwei Männern, die eilig, aber dennoch vorsichtig durch das Unwetter schritten, der Eine zu dem Andern.
Sie gingen ohne Pfad, in der tiefen Finsternis, mitten in der Heide. Sie kannten gleichwohl den Weg, den sie zu nehmen hatten, wenigstens der Eine, der vorn ging; er schritt sicher einher, ohne anzuhalten, ohne sich zu besinnen, ohne sich nur einmal umzusehen. Er hatte auch gesprochen.
Sein Begleiter folgte ihm schweigend.