Künstler

Fotografien 1968-2011

von

Wie kaum ein zweiter Vertreter ihres Fachs ist Barbara Klemm in allen Sparten der Fotografie tätig gewesen. Als langjährige Reporterin der ‚Frankfurter Allgemeinen Zeitung‘ hielt sie welthistorische Ereignisse ebenso fest wie Alltagsszenen auf allen Kontinenten. Mit ihrer Kamera war sie in den Marmorpalästen der Macht, aber auch den Blechhütten der Armen. Sie hat Städte, Gebäude und Landschaften fotografiert – vor allem aber immer wieder Menschen.

Dem Porträt von Künstlern, Schauspielern, Autoren und Musikern galt dabei seit je Barbara Klemms besondere Leidenschaft. Hier fand sie ungewöhnliche, ausdrucksstarke Gesichter; hier war alles Konventionelle suspendiert, das sonst das Porträt oft dominiert. Das Individuelle wollte erfasst sein, eine Ahnung von der Originalität und Intelligenz vermittelt werden, die sich in den Werken der Autoren und Künstler manifestiert. Der Herausforderung, die in solchen Begegnungen liegt, hat sich Barbara Klemm über mehr als vier Jahrzehnte mit nicht nachlassender Neugierde gestellt. Entstanden ist so ein faszinierendes ‚Who is who‘ der künstlerischen und intellektuellen Welt einer ganzen Epoche.

Barbara Klemm war über vier Jahrzehnte als Fotografin für die ”Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unterwegs, deren legendäre samstägliche Tiefdruckbeilage sie mit ihren Bildern prägte. Als Chronistin deutscher Zeitgeschichte ist sie ebenso berühmt wie als Reporterin, die alle Kontinente bereiste. Dabei kann sie Geschichten mit einem einzigen Bild erzählen — in einer Intensität und Dichte wie kaum jemand sonst.

Mit einem Text von Barbara Catoir