Kunst ist zwecklos

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In der Wahrnehmung von künstlerischem Schaffen hat in den letzten Jahren ein Paradigmenwechsel stattgefunden:
Die Kunst selbst ist häufig nicht mehr der Grund in ein Museum oder in eine Ausstellung zu gehen, sondern sie stößt etwas an,
das zu Themen führt, die außerhalb des Künstlerischen liegen. Die Kunst wird zum Werkzeug für Selbstfindungs- und Partizipationsprozesse, für Sozialpolitik oder für Vermittlungsvorgänge, kurz zum Instrument, das aktuelle Themen und Probleme der Gesellschaft diskutiert und idealerweise sogar Lösungen anbietet, die der demokratischen Zivilgesellschaft zugutekommen. Das ist im Ergebnis sicherlich erfreulich, jedoch muss differenziert und genau hingesehen werden.
In vier Panels blicken international tätige Kurator*innen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen auf die Motivation hinter
ihrer Arbeit und diskutieren mit den Gästen über den Stellenwert, den die bildende Kunst für sie und für uns hat. Das
Diskurs-Projekt ist als Standortbestimmung und Nabelschau aktueller Kunstproduktion, Kunstpräsentation und ihrer Lehre
angelegt und möchte zum Verständnis der oben beschriebenen Entwicklung beitragen.