Lächle mit…

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us heutiger Sicht und in Zeiten des Überflusses ist es schwer vorstellbar, dass ein Buchprojekt aus Mangel an Papier scheitern konnte. Doch die Papierknappheit nach dem Krieg und die geringen finanziellen Möglichkeiten verhinderten, dass Dr. Hans Hasse, der als Musik- und Theaterkritiker für die Dresdner Zeitung gearbeitet hat, seine Gedichte einem Verlag anbieten konnte.
Er schickte seinem Sohn Hanswolf Hasse, der aufgrund einer schweren Kriegsverletzung mehrere Monate im Lazarett verbringen musste, einige Gedichte zur Bebilderung. Nach dem Tod Hans Hasses 1949 bleibt das Gemeinschaftsprojekt dieser künstlerisch begabten Familie solange unentdeckt, bis die Enkelin des Verfassers, Dr. Susanne Hasse-Bovendered, dieses literarische Kleinod an sich nimmt und den ursprünglichen Wunsch des Großvaters nun in die Tat umsetzt. Zu entdecken gilt es einen scharfsinnigen Zeitgeist, der die Schrecken der Nazi-Zeit und den Alltag der Nachkriegszeit auf pointierte Weise unter die Lupe nimmt und somit auch Erinnerung an eine vergangene Epoche bewahrt.
Der Gedichtband nimmt den Leser mit auf eine kurzweilige Zeitreise und hält ihm vor Augen, dass sich Damaliges und Heutiges weiter nah sein können.