Meine Väter

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Meine Väter erzählt die dramatische und ungeheuere Geschichte einer österreichisch-jüdischen Familie, einer Schriftstellerfamilie. Es ist die Geschichte eines großen Verschweigens. Sie beginnt in der Gegenwart, auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin, auf dem der expressionistische Autor Arnolt Bronnen – Anarchist, Goebbels-Freund, Widerständler, Kommunist – begraben liegt. Und sie greift zurück in das Auschwitz des Jahres 1867. Dort wurde der Großvater Barbara Bronnens, Dr. Ferdinand Bronner, geboren, unter dem Pseudonym Franz Adamus einer der ersten naturalistischen Dramatiker. Barbara Bronnen kannte den Großvater nicht, den sein Sohn Arnolt Bronnen ein Leben lang verleugnete. Gestützt auf die umfangreichen Aufzeichnungen Ferdinand Bronners rekonstruiert sie die Biographie des Großvaters bis zu seinem Tod im Jahr 1948 und stößt, je weiter sie vordringt, auf immer mehr Beweise, daß in dieser Familiengeschichte etwas nicht stimmt. Sie befragt Familienmitglieder, die einander ächteten, fährt nach Auschwitz – und kommt einem wahnwitzigen Coup auf die Spur, einem perfiden Rassespiel.