Das Leben ist Entwicklung. Es zeigt uns, dass es ein Kommen und Gehen ist, und doch halten wir oft an der Vorstellung fest, dass es doch das Beste wäre, nichts herzugeben, alles zu behalten. Dann ist unser Fokus weit entfernt von unserem Inneren und von der Entwicklung unserer Potenziale, denn so wird es beschränkt auf die materielle Entwicklung und auf die Erhaltung des Bestehenden.
Das Leben will Entwicklung. Das Leben will in seiner Vielfalt gelebt werden. Dazu sind wir da.
Dieses innere Streben des Menschen nach Verbundenheit (wir würden Liebe und Mitgefühl dazu sagen), wird durch unsere weltweit menschen- und lebensfeindlichen Strukturen unterdrückt.
Vom Anfang an lernen wir, dass es für uns günstig ist, wenn wir besser als die anderen sind, dass es darauf ankommt, dass wir mehr als die anderen haben. Wir sind die ganze Zeit mit Anpassung an neue Regeln oder neue Produkte beschäftigt, sodass wir unseren Fokus selten auf unser Inneres richten. Wir verpassen quasi uns selbst. Kennen wir nicht alle die Sprüche von Menschen am Ende ihres Lebens, «Ach, hätte ich doch …»?
Puh, was für ein anstrengendes Leben. Wenn jeder einzelne Mensch den Mut aufbringt, dieser angelernten Angst ins Auge zu blicken, dann verschwindet sie und die Materie verliert ihre Macht über uns Menschen. Das Leben kann dann in relativer Freiheit gelebt werden und es unterstützt andere Menschen, den Mut in ihrem Leben fließen zu lassen: den Mut, sich selbst nahe zu sein; den Mut, sich selbst zu lieben; den Mut, sich zu erkennen und den Mut, dem Leben zu antworten.
- Veröffentlicht am Freitag 11. Dezember 2020 von BoD – Books on Demand
- ISBN: 9783752689334
- 394 Seiten
- Genre: Belletristik, Romanhafte Biografien
