Monsieur Jean 3 – Frauen und Kinder zuerst

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Wieder muss Monsieur Jean den eigentlich so banalen Alltag bewältigen und wieder liefern das französische Autorenduo Philippe Dupuy und Charles Berberian ein exzellentes Album ab. Diesmal muss er sich mit einem selbstmordgefährdeten Nachbarn, einer alten Liebe, der Wohnungssuche, einer neuen Liebe und dem Kind der Ex-Freundin seines Freundes Felix herumschlagen, die ihm allesamt zu schaffen machen. Immer wieder zieht sich Monsieur Jean in seine kleine Phantasiewelt zurück, in der er als König einer Burg das, was ihn im Moment beschäftigt, reflektiert. So muss er sich zum Beispiel dem unnachgiebigen Angriff einer Armee von Frauen und Kindern erwehren, als seine Eltern ihn mit dem Fehlen einer Freundin und eigenen Kindern sticheln. Eigentlich ist das Leben von Monsieur Jean schön – er gibt sich nur Mühe, das nicht allzu oft einzusehen.

Wieder demonstrieren Dupuy-Berberian ihr Schreibtalent – die Geschichten sind schön erzählt und der Witz immer charmant und gut getimet – das sie mit ihrem lockeren Strich mehr als angemessen umzusetzen wissen.