MV Taschenbuch

Roman

von

Kommentar der Verlegerin:

Bei einem anderen Verlag hieße das Buch “Ein Ossi beim Bund”

Kommentar eines Offiziers der Bundesmarine:

Die Marine ist zwar kein „Rudel“ aber der Einzelne ist eben (fast) nie allein. „Ein Marineleben“ hätte diese Mischung aus sachlichem Bericht, lebhaften Dialogen und irgendwie unpassenden Nachdenklichkeiten über Politik, Leben und Moral auch heißen können Der Autor war sieben Jahre bei der Deutschen Marine davon die längste Zeit auf einem Flottendienstboot, davor auf einem Zerstörer der „Lütjens“-Klasse als Versorgungsgast. Insbesondere diese Zeit sowie die Grundausbildung vorher und die Maatenausbildung anschließend macht den Hauptteil des Buches aus – und den interessantesten. Positiv fällt auf, dass der Autor sich nicht ausschließlich auf einer Ebene wie zum Beispiel der grundsätzlichen Unzufriedenheit bewegt. Beachtlich ist seine sehr differenzierte Darstellung und Bewertung von Ausbildungsgängen, Marinealltag (u. a. Rituale und Routine!) und Vorgesetzten (!). Unterhaltungsgegenstände und Sprache mögen manchem Leser fremd sein, sehr wahrscheinlich aber liegt der Verfasser richtig und mögliche Kritik beruht auf Unkenntnis.
Der Weg zum Schriftsteller ist sicher noch lang. Und dennoch: Hier hat (endlich) jemand versucht, aus der Innenansicht das Leben bei der heutigen Marine zu beschreiben und zwar weder „glatt“ gebügelt, noch übertrieben oder einseitig. Manche werden „ihre Marine“ wiederfinden, manche nicht. Alles in allem: Mal lesen!