OU LI PO OU GRA PO

Eine Gebrauchsanweisung

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Ouvroir de littérature potentielle – Oulipo, das hat mit Form-zwang und Spielvergnügen zu tun. In diesem Spagat entsteht Poesie, die riskant zwischen Sinn und Unsinn schwankt, die Schönheiten erobert und Abgründe entdeckt. Seit 2011 hat sich in der Romanfabrik Frankfurt eine Gruppe von Menschen gefunden, die diesem hehren Ansinnen frönt. Lipogramme, bei denen ein bestimmter Buchstabe nicht vorkommen darf, und Monovokalismen, also Texte, die nur einen Vokal verwenden, stehen hier auf dem Programm. Man pflegt Palindrome. Auch die Grafik wird ins Spiel gebracht, Ougrapo. Vor allem in Frankreich hat solche Erkundungsarbeit eine mehr als 50jährige Tradition. Jacques Roubaud, einer ihrer Hauptvertreter in Paris, hat sich mit Beiträgen an diesem Buch beteiligt. Mit ihrer ‚Gebrauchsanweisung‘ unternimmt die Frankfurter ‚Fabrik für Schreibmöglichkeiten‘ den Versuch, das deutsche Publikum fürs oulipotische Experimentieren zu begeistern. Wen würde nicht bei diesem Palindrom der Ehrgeiz packen, es zu überbieten: ‚Oh Cello voll Echo‘?