Person und das dialogische Denken Martin Bubers

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Um echte Beziehung leben und wirklichen Dialog führen zu können, braucht der Mensch ein Gegenüber, das ihm Wertschätzung, Dialogfähigkeit, Liebe entgegenbringt. Damit die menschliche Person sich zu einer Persönlichkeit entwickeln kann, braucht sie ein personales Du, mit dem sie in Beziehung treten kann. Mit dieser zentralen Erkenntnis des jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber befasst sich diese Arbeit ausführlich und stellt sie in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen. Ausgehend von der antiken Bedeutung und Verwendung der Begriffe prosopon und persona setzt sich der Autor mit dem Personverständnis von Boethius, Kant und Buber auseinander, besonders mit verschiedenen Sinnfeldern der Beziehung und dem Dialogverständnis Martin Bubers. Interessant ist dazu der Vergleich mit den Ansätzen von Heidegger und Sartre. Die eminent wichtige Frage, wie es um die Würde des Menschen in gesellschaftlichen Erscheinungsformen wie Individualismus bzw. Kollektivismus bestellt ist, wie sie in Bildungs- und Wirtschaftssystemen, naturwissenschaftlicher Forschung und technologischem Fortschritt zunehmend zur Disposition steht, wird deutlich aufgegriffen. Als notwendige Zukunftsperspektive richtet der Autor den Blick auf die Wiederentdeckung des Wertes der Person an sich.