Privatisierung der öffentlichen Grundversorgung. Was heißt das für den Kunden?

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Umfassende Privatisierungsbewegungen gab es in Deutschland bereits vor mehreren Jahrzehnten. Aus unserer heutigen westlichen Zivilisation sind die Resultate nicht mehr wegzudenken. Wir begegnen ihnen ständig im Alltag, beispielsweise bei der Nutzung von Strom, Postdienstleistungen, Mobilfunk oder Breitbandinternetverbindungen, oftmals aber auch beim Trinkwasser aus dem Wasserhahn. Es ist sicher erstrebenswert, die Effizienz, Effektivität und Qualität der Leistungserbringung der öffentlichen Verwaltung sowie auch der Daseinsvorsorge zu verbessern und sie stärker an wirtschaftlichen Prinzipien zu beurteilen. Doch eine kritische Diskussion, die die verschiedensten an der Daseinsvorsorge interessierten Kundengruppen berücksichtigt, nimmt bei der Entscheidung über Privatisierungsmaßnahmen in der Literatur und in der Praxis bisher nur wenig Raum ein und findet nicht in der notwendigen Tiefe statt. Eine Privatisierung darf nicht dogmatisch als Allheilmittel angesehen werden und bei der Entscheidung über Privatisierungen müssen neben kurzfristigen betriebswirtschaftlichen Überlegungen auch langfristige volkswirtschaftliche Belange Beachtung finden. Da bisher nur vereinzelt empirische Untersuchungen zu langfristigen Privatisierungsfolgen und auch keine amtlichen Berichte vorliegen, stellen die diesbezüglichen Erfahrungen der Vergangenheit im In- und Ausland die Basis für die Grundlage dieser Publikation dar. In dieser Publikation untersucht der Autor die verschiedenen Perspektiven der Kundenorientierung. Insbesondere betrachtet der Autor die breit gefächerten Vorteile und möglichen Risiken der Privatisierungen aus den Blickwinkel der Kundengruppen Leistungsabnehmer, Gemeinwesen und Steuerzahler.