psychosozial

Ernst und Hilde Federn. Eine biographische Studie und eine Analyse der Binnenstrukturen des Konzentrationslagers (2 Bände)

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Mit der Geschichte Hilde und Ernst Federns wird zu verstehen versucht, wie Menschen unter schwierigsten Bedingungen leben und überleben. Über die Rekonstruktion ihrer Biographien auf rund 1000 Seiten in zwei Bänden stellt der Autor die Dialektik von totalitären Gewaltstrukturen und den Kampf von Subjekten um ihre Individualität dar.
Prinzip der Darstellung ist die kommunikative Verknüpfung der Erfahrungen und Erkenntnisse der Federns und deren Interpretation vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen und lagerbiographischen Literatur.
Der Überlebenskampf Federns gegen den Nazi-Terror und die Shoah werden aus historischer, soziologischer und psychologischer Perspektive nachgezeichnet und analysiert. Daraus kristallisiert sich beispielsweise die nach Hannah Arendt am meisten repräsentative Kategorie des 20. Jahrhunderts – die ‚verschleppte Person‘ – sowie ein umfangreiches Bild der terroristischen Vergesellschaftung im System KZ.

Es gibt wenige Überlebende des Universums KZ und der Shoah, die sich einem derart intensiven kommunikativen Prozess mit einem um Verständnis ringenden Nachgeborenen gestellt haben, wie es in diesem Werk Ernst und Hilde Federn in ihrem Arbeitsbündnis mit Kuschey tun.