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Gedichte

von

„Gedichte, die nicht mit dieser Achtung-Poesie-Attitüde daherkommen, sind mir sympathisch. Susann Klosseks Texte sind klar und desillusioniert und transportieren doch Hoffnung im Mantel der Verzweiflung. Manche der hier vorliegenden Texte erinnern an Charles Bukowski: ‚Marx riet mir zum Klassenkampf / Und Freud mich von meiner Mutter / Zu befreien / Dann kam Hitler / Kratzte sich am Sack / Und schenkte mir / Eine Kapsel mit Zyankali‘ – das hat Wucht. Überhaupt erzeugen diese Texte Wärme, weil sie sich reiben. An der Banalität des Alltags, den Notlügen und Notkonstruktionen … ‚Ich kenne sie alle / Die Latrinen dieser Welt‘, schreibt Susann Klossek, die das Scheitern als ihre größte Leidenschaft bezeichnet und deren Texte man mitunter als Manifeste des Scheiterns lesen kann, die sich mit Sprache so tarnen, als hätten wir es nur mit Abgeklärtheit zu tun. Meistens geht es um die unerfüllte Liebe, wie im richtigen Leben … diese Texte suchen nach dem Existenziellen, nach dem Lebendigen …“ (Stefan Maelck)