Rothäute, Schwarzröcke und heilige Frauen

Berichte aus den Indianer-Missionen in South Dakota, 1886-1900

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In dieser Dokumentation werden Texte wiedergegeben, die Franziskanerinnen und Jesuiten aus den Missionen selber schrieben oder die auf der unmittelbaren Verwendung solcher authentischer Texte beruhen. Als Zeitraum wurden die Jahre von der Gründung der ersten Mission in Rosebud, 1886, bis etwa zum Beginn des Erscheinens des „Indian Sentinel“ gewählt. Diese amerikanische Zeitschrift, 1902 vom Bureau of Catholic Indian Missions in Washington, D.C., gegründet, berichtete über die Indianermissionen, selbstverständlich auch die bei den Lakota (mit einer deutschsprachigen Ausgabe namens „Indianerwache“) und gilt von da an als wichtigste Quelle für diese Thematik. Es liegt also nahe, die deutschen Texte zunächst für die Zeit vor der Gründung des „Indian Sentinel“ herauszubringen, für die es keine vergleichbaren amerikanischen Veröffentlichungen gibt. Zum besseren Verständnis des Hintergrunds, vor dem sie zu lesen sind, geht ihnen ein einführender Teil voraus, der sich mit der Situation in den Reservationen, den hauptsächlichen Entwicklungslinien der Missionsarbeit und den sich für die Zukunft abzeichnenden Perspektiven befasst.