Rudert! Rudert!

von

Heilig ist ihm nichts, aber alles kann göttlich sein, bei Tomaž Šalamun, dem größten lebenden Dichter Sloweniens.
Durch die unverbrauchten Bilder, Fragen und Befehle, die alle Normen herausfordern und zugleich unheimlich vertraut und richtig scheinen, wirkt seine Poesie seit 46 Jahren immer wieder von Neuem erfrischend frech, wendig und jung.
Das Unschuldige und das Obszöne, das Triviale und das Gewaltige – in Šalamuns allumfassender Poesie liegen sie nahe beisammen. Mit seiner Freude am Sprachspiel und der unstillbaren Lust, jegliche Grenzen zu überschreiten, verführt er uns, mitzutanzen und zu staunen über die unendliche Vielfalt der Welt. ‚Ich will, dass du in Ohnmacht fällst.‘

Nun liegt endlich wieder ein neuer zweisprachiger Auswahlband vor, übersetzt von der Dichterin Monika Rinck und dem slowenischen Dichter und Germanisten Gregor Podlogar.

‚Singe! Forsche! Sag es noch mal: Ich will dich,
Šalamun.‘