Sommer des Verrats

Roman

von

Im vorletzten Kriegsjahr 1943 leitet der Architekt Matthieu Roche eine Widerstands­gruppe in Paris. Nachdem sein Stellvertreter Roger Gaillot vom deutschen Geheimdienst verhaftet und »umgedreht« wurde, spielt er das Spiel mit und setzt Gaillot als Doppel­agenten ein. Ein hoch riskantes Spiel, denn der labile Gaillot ist dieser Rolle nicht gewachsen. Doch weil er
sich zu ihm hin­gezogen fühlt, hält Roche an ihm fest und bringt damit seine Gruppe und sich selbst in tödliche Gefahr.

Peter Meisenbergs auf historischen Tatsachen beruhender Agententhriller führt detailgenau in die Atmosphäre des besetzten Paris ein. Man sitzt mit am Tisch, wenn in der Brasserie Lorraine Kollaborateure mit Wehrmachts­offizieren anstoßen und nebenan Résistancekämpfer mit Gestapo­leuten bei einer sole meunière geheime Deals aus­handeln. Doch in keinem Augenblick vergisst der Leser, dass es bei allen geheimdienst­lichen Schachzügen um Leben und Tod geht. Beim kleinsten Fehler droht die Deportation in ein deutsches Konzentrationslager.