Städtebaurecht und Selbstbau in Yaounde — Hauptstadt Kameruns

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In den Großstädten Kameruns wie auch in Städten vieler anderer Entwicklungsländer hat die rapide Bevölkerungszunahme zu einer unkontrollierten und unkoordinierten Ausbreitung von Wohnsiedlungen geführt. Diese Siedlungen beherbergen heute die Mehrheit der Stadtbevölkerung, ohne ein Mindestmaß an akzeptabler Hygiene, ökologischen Notwendigkeiten, sozialen Netzen und Aspekten der Sicherheit beachten zu können, ganz abgesehen von den Fragen einer grundlegenden Infrastrukturversorgung.

Nicht nur der Sanierungsbedarf und die Infrastrukturversorgung von existierenden Wohngebieten, sondern auch die Steuerung der Weiterentwicklung des Wohnungsbaus der Stadt stellt seit vielen Jahren Architekten, Stadtplaner, Juristen, Politiker und betroffene Bürger vor eine äußerst schwierige Aufgabe.

Vor diesem Hintergrund versucht diese Arbeit anhand einer umfassenden Feldstudie sich mit den realen Gegebenheiten im Fallbeispiel Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns, auseinanderzusetzen, und zwar unter dem Aspekt des rechtlichen und administrativen Steuerungsbedarfs für eine nachhaltige und zukunftsorientierte städtische Wohnraumentwicklung durch Selbstbau.

Emmanuel Désiré MOUAFO ist 1970 in Kamerun geboren, studierte Bauwesen (Genie Civil) bis 1990 in Kamerun und bis 2000 Architektur in Frankreich und Deutschland. 2003 promovierte er dann mit dieser Arbeit in Berlin, wo er jetzt arbeitet und mit Frau und Kind lebt.