suutje, mucksch un füünsch

Platt-Gefühle zwischen Wehmut und Wahnsinn

von

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“, besagt ein afrikanisches Sprichwort. Dass das stimmt, wissen natürlich auch die Fischköppe von der Waterkant. Sie verlieren dafür nur weniger Wörter. „Man suutje“, sagt man auf dem platten Land und macht sich erstmal noch ’ne schöne Tasse Tee. Wörter wie „Stress“ gibt es op Platt erst gar nicht und wenn einer doch mal Hektik verbreitet, kann das ein Nordlicht schon mal „mucksch“ oder gar so richtig „füünsch“ werden lassen.
Lieber nicht drauf ankommen lassen, ist der Tipp von Volker Butenschön, Plattsnacker und Grafiker. Er ist den Besonderheiten der plattdeutschen Gefühlswelt auf den Grund gegangen und hat diese in kurzen Texten und mit plietscher Gestaltung festgehalten. Zwischen Wehmut und Wahnsinn zeigt er, was in den Herzen der Küstenbewohner so los ist, und wie sie darüber reden – oder eben schweigen. Und wer wissen will, ob er eher „klöterig“ oder eher „vergnöögt“ ist, kann das am Ende des Buches mit einem großen Typentest herausfinden.
Ein Buch zum Schmunzeln und Schmökern – für Plattsnacker und alle, die es werden wollen.

Mit Vokabelteil
Multimedial aufbereitet – mit eigener Seite im Netz

Volker Butenschön,
aufgewachsen in Schleswig-Holstein, snackt und fühlt er als waschechter „Plattdeutscher“ natürlich op Platt. „Man suutje machen“ kann der freiberufliche Grafik-Designer, der heute in Lüneburg lebt, am besten bei einem guten Buch oder in der Weite der norddeutschen Landschaft.