Tango ohne Argentinien. 111 Shorts

von

Seit 40 Jahren perfektioniert Klaus Johannes Thies die Kunst der Abschweifung. Vielleicht eine halbe Seite – mehr Platz braucht er nicht für seine Kürzestgeschichten, die jederzeit umschlagen können: von Albernheit in tiefe Melancholie, von Alltagsbeobachtungen in metaphysische Reflexionen, von Arminia Bielefeld zu Jean Luc Godard. Als 2015 in der edition AZUR nach fast 15 Jahren Schweigen der Band „Unsichtbare Übungen“ erschien, war der Jubel groß: „Kleine Anti-Erzählungen, die sehr viel Spaß machen“, schrieb Ina Hartwig, und Martin Becker konstatierte „Wucht, Witz und Tiefe trotz drastischer Kürze“. Zum 70. Geburtstags des Autors erscheint mit „Tango ohne Argentinien“ ein neuer Auswahlband mit Prosa-Miniaturen im typischen Thies-Sound: lässig, elegant und herrlich skurril.