Über die Dreistigkeit, über den Argwohn und über die Prahlerei. Die gesammelten Essays

Mit 30 farbigen Collagen von Sighard Gille

von ,

Francis Bacon (1561–1626) gehört zweifellos zu den bedeutendsten englischen Autoren überhaupt. Besondere Wirkung
haben und hatten seine Essays (1597 erstmals erschienen und später erweitert), ein »Longseller«, der bis heute bei den englischen Buchhändlern ununterbrochen lieferbar ist. Für den Titel haben vermutlich Montaignes Essais Pate gestanden. Er versteht wie kein Zweiter, Farbigkeit der Sprache mit Durchsichtigkeit, gedankliche Fülle mit Klarheit zu verbinden. Seine bildhafte Sprache macht die von ihm erörterten Gegenstände anziehend und so anschaulich. Seine Eltern prägten sein Leben und sein Weltbild. Beide lebten ihm vor, die Verpflichtung gegenüber dem Volk höher zu bewerten als sein persönliches Glück.

Sighard Gille, geboren 1941, gehört zur zweiten Genration der sogenannten Leipziger Schule. Weltberühmt ist er mit dem größten öffentlich sichtbaren Deckengemälde geworden (712 qm), eine Paraphrase auf Gustav Mahlers Lied von der Erde im Foyer des Gewandhauses. Für den Verlag illustrierte der Künstler in der Vergangenheit sowohl Cervantes’ Don Quixotte (2 Bde im Schuber) wie auch den Roman von Daniel Kehlmann Beerholms Vorstellung. Und nun zu seinem 80. Geburtstag beschenkt er sich selbst und uns mit einer zupackenden Bebilderung von Bacons wunderbaren Essays.