Und dann wurde ich endlich jung

Eine Befreiungsgeschichte

von

Aus tiefster Überzeugung, den einzig wahren Glauben zu verkünden, zieht ein junges Ehepaar Ende der 1960er-Jahre zum Missionieren ins Wallis. Im Rhonetal wachsen ihre drei Kinder in der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas auf. Die zweitälteste Tochter Yasmine erfährt in der geliebten Familie und den festen Regeln der Glaubensbrüder und -schwestern Zuwendung und Geborgenheit. Doch was ihr als Kind Sicherheit vermittelt, entpuppt sich zunehmend als Enge. Je älter sie wird, desto mehr wecken die christlich-fundamentalistischen Gewissheiten ihres Umfelds Zweifel und Widerstand in ihr. Mit vorgefertigten Antworten auf die grossen Fragen des Lebens gibt sie sich nicht mehr zufrieden. Sie beginnt, die «Wahrheit» zu hinterfragen, und entfernt sich innerlich immer weiter von der Gemeinschaft. Die Situation wird immer beklemmender. Doch ein Ausstieg bedeutet den Bruch mit allem, was sie kennt, den Verlust von Grossfamilie und Freundeskreis. Was soll sie tun?Authentisch, anschaulich und mit genauem Blick auf das Menschliche erzählt die Autorin ihre Befreiungsgeschichte. Mit Klugheit und Witz zeichnet sie das Bild eines jungen Menschen, der die bisher schwerste Entscheidung seines Lebens treffen muss.