Vom angeblichen Antisemitismus der DDR

von

Im Januar 1992 veröffentlichte der SPIEGEL die Ergebnisse
einer Umfrage unter 2.000 West- und 1.000 Ostdeutschen.
Die Ergebnisse bewertend, konstatierte die Zeitschrift:

„Daß unter den Ostdeutschen weit weniger Antisemiten
zu finden sind als unter den Westdeutschen, ist ein für die
gesamte Umfrage typisches Ergebnis. Durchgängig äußern
sich Ostdeutsche weniger antisemitisch, rechtsradikal
und ausländerfeindlich als die Westdeutschen.“
2008: Derzeit reist Anetta Kahane mit der Wanderausstellung
„Das hat’s bei uns nicht gegeben. Antisemitismus
in der DDR“ durchs Land, die den alltäglichen
Antisemitismus in der DDR zeigen soll. Geforscht haben
Jugendliche.
Von den Mainstream-Medien hochgejubelt, ist die
Ausstellung dagegen unter Kennern der DDR-Geschichte
höchst umstritten. Eine Debatte begann. Detlef Joseph,
der sich mit diesem Büchlein zu Wort meldet, fand
Erstaunliches heraus, stellt richtig, regt zum Nachdenken
an.
„Die Verfechter der These spekulieren womöglich auf
jene Wirkung, auf die auch Joseph Goebbels vertraute,
der meinte, eine Lüge müsse nur oft genug wiederholt
werden, damit sie auch geglaubt würde“, meinte Kurt
Pätzold zur Behauptung der Ausstellungsmacher, „dass
in der DDR der Bodensatz des Antisemitismus erhalten“
geblieben sei.