Von der Freiheit des Schreibens

Anthologie verfolgter AutorInnen und Autoren

von

Dieses Buch ist eine Sammlung von Texten, die vom Willen der Schreibenden künden, alle Risken auf sich zu nehmen, um das auszusprechen, was sie für richtig und für die Wahrheit halten.
Zum politisch-gesellschaftlichen Leben gehört der Diskurs, nicht nur das Zulassen, sondern sogar das Auffordern in Alternativen zu denken. Solch eine Bemerkung, die wie ein Gemeinplatz erscheint, hat ihre Berechtigung, da noch immer weltweit in zahlreichen Ländern die freie Meinungsäußerung lebensgefährliche Folgen nach sich zieht. Es kann sich um heimtückische Ermordung ebenso handeln wie jahrelange Inhaftierung, nachdem Gerichtsverfahren durchgeführt worden sind, die einer rechtsstaatlichen Überprüfung in keiner Weise standhielten.
Gedichte, Erzählungen und Essays aus verschiedenen Ländern bezeugen Zivilcourage und berichten von persönlichen Erfahrungen, darüber hinaus machen die Texte verständlich, warum sie für die politisch Mächtigen gefährlich sind. Es werden Fragen nach der Legitimität der Herrschaft gestellt, historische Mythen dekonstruiert und Fragen gestellt, die von der Umweltverschmutzung über die Zweifelhaftigkeit, Religion bzw. die Gottheit durch das Strafgericht schützen lassen zu müssen, bis zu rassistischen und sexistischen Äußerungen reichen.
Die einzelnen Texte verfolgter AutorInnen sind in diesem Band kommentiert abgedruckt und mit kurzer Fallgeschichte versehen, um über die Hintergründe der einzelnen Fälle zu informieren und den kulturellen Hintergrund zu beleuchten.