Warten auf Poirot

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Charlie wäre eigentlich gerne ganz normal – oder was sie dafür hält. Ihr absoluter Wunschtraum hat sich nicht sonderlich verändert, seit sie ein Teenager war: Am liebsten möchte sie ein erfülltes Leben als innig geliebtes Weibchen an der Seite von Marc Juanez. Zu dumm, dass Marcs Schwester Rita diese Hoffnung erbarmungslos hintertrieben hat. Überhaupt – Rita Juanez! Die ist bildschön und sexy und selbstsicher und kriegt einfach alles, was sie will. Auch die selbstverständliche Anerkennung im Kreis der fünf Freundinnen, die über Neujahr zusammen eine einsame kleine Berghütte gemietet haben – um der alten Zeiten willen, denn sie waren schon in der Schule eine Clique. Charlie merkt sehr schnell, dass dieser Kurzurlaub ein Fehler war. Eigentlich ist sie nur mitgefahren, um die Kulisse für ihren neuesten Tagtraum zu studieren: Rita umbringen, diese Überfrau einfach von einer eisigen Klippe in den Abgrund schubsen … Aber dann gibt es einen Schneesturm, alle Handys sind tot und die fünf vom Rest der Welt abgeschnitten. Ein Handgemenge im Dunkeln – und plötzlich ist Rita wirklich tot. Durch wessen Hand? Charlie muss sich schleunigst in den Griff bekommen, die Realität an sich heranlassen und rauskriegen, wem sie noch vertrauen kann. Denn so viel ist gewiss: Eine der verbliebenen vier Frauen muss die Mörderin sein. Und vielleicht ist eine das nächste Opfer?