Wie ich den Vögeln den Looping beibrachte

und andere wahre Geschichten

von

Die Reise in den Senegal beginnt in einer Wohngemeinschaft in Zürich: mit Isidor, dem Senegalesen. Der reiste ganz anders, als die Spießbürger es tun. Kein Plan, keine Reservierung im Reisebüro kein Prospekt – einfach so, spontan durch die Welt.

Was als junges Leben in der Zürcher Jugendbewegung während der achtziger-Jahre angefangen hatte, fügt sich mit lebenssatten, warmherzigen Beobachtungen durch den lebenslangen Reifungsprozess.

Adrian Naef hat die Fähigkeit, durch ebenso scharfsinnige wie witzige Beobachtungen ein Stück der condition humaine einzufangen. Und wenn er sich fragt, was dem Schöpfer wohl eingefallen sein mag, die Menschen ins Leben zu stellen, befragt er einen anderen Schöpfer: einen Pizzaiolo, der ja auch nur mit ein paar Grundstoffen auskommt.

Ob er über die Jäger (die mag er nicht) in seiner zweiten Heimat Tessin oder den alten «Sitzer» auf dem Dorfplatz in Mercato berichtet – Naefs Erzählungen sind ebenso einfach, wie sie kunstvoll sind.

Sie wollen auch nicht mehr als das sein, aber sie schaffen doch ein kleines Universum der Gelassenheit und Freundlichkeit in einer hektischen und scheinbar desorientierten Umwelt.