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  • Birgit Kidd veröffentlichte ein Update in der Gruppe Gruppenlogo von lit:chat – Wir lesen Anne Reinecke “Leinsee“lit:chat – Wir lesen Anne Reinecke “Leinsee“ vor 2 Jahren, 8 Monaten

    Es ist so weit: Wir lesen dem Ende entgegen. Wir sind wahnsinnig gespannt, was ihr dazu hier sagt!

    • Ich mag das Ende.
      Als Karl und Mara sich nach weiteren sechs Jahren trennen, besucht Karl zum ersten Mal wieder Leinsee. Und trifft auf Tanja. Wie er sicht freut, daß Tanja sein Geschenk, das Bootshaus, angenommen hat. Um seinen Frieden zu finden, räumt er das Haus leer und verbrennt alles.
      Mit einem Pavillon-artigen Bau erfindet er eine neue Kunst, eine Kunst, die bei den Leuten ankommt, die andere Käufer bringt.
      Tanja wird älter, entwickelt sich. Irgendwann finden die beiden zueinander. Ja, bis Tanja geht. Wobei Karl ihr versprochen hatte, sie gehen zu lassen, wenn es so weit sein würde.
      Wir sehen, daß solche Situationen für Karl schwierig sind, aber er lernt, weiterzumachen, sich weiter zu entwickeln.
      Nicht nur Tanja ist gewachsen, auch Karl ist gewachsen. Er hat gelernt.
      Auf unseren Lebenswegen treffen wir Leute, die uns eine Zeit lang begleiten. Irgendwann trennen sich unsere Wege und wir begegnen anderen Leuten.
      Auch wir selbst wachsen. Vom Kind zum Erwachsen. Wir trennen uns von unseren Eltern, gehen unsere eigenen Wege.

      • Die Sache mit dem Trennen… Da hast du ja schon dein Fazit für eine Rezension;-)! Was sagt ihr anderen?

        • Ich habe das Gefühl, dass Tanja die Trennung nicht als endgültig, aber als für ihren und Karls Lebensweg notwendig erachtet.Ihr tut die Trennung auch weh und dadurch, dass sie Karl das Versprechen abnimmt, geht sie auch eine Verpflichtung ein – wenn er sie gehen lässt, muss sie gehen. Aber: von nicht wiederkommen dürfen hat keiner was gesagt! Es fühlt sich bei ihr schon so an, als ob sie weiss, dass sie wiederkommt. Aber vielleicht interpretiert das aber nur meine Happy- End-Hoffnung so 😉

      • Natürlich entwickeln sich alle weiter. Doch bei Karl habe ih auuch das Gefühl, dass er in Tanja seine „Kindseele“ gefunden hat. Die Kindheit und Geborgenheit, die er nie richtig leben konnte.

    • Eine prima Lösung!

    • Wie symbolisch, der Schluss des Buches: Brieftauben! Findet Karl wie die Brieftauben nach Hause zu Tanja? Schön, wie Anne Reinecke die Geschichte enden lässt. Die Weiterentwicklung von Karl schlägt sich auch in seiner Kunst nieder. Er muss nichts mehr vakumieren, einpacken, nichts mehr einengen. Karl ist frei!

    • Ein schönes Ende. Man kann selber, in seinem Kopf, die Geschichte weiter schreiben. Ich hoffe, dass es bald wieder so ein schönes Buch von Anne Reinecke gibt.

    • Das Ende an sich hat mir gut gefallen. Es rundet die Geschichte sehr gut ab. Die Idee mit der Nachricht an dem Brieftaubenkäfig finde ich perfekt.
      Nach dem Tod der Mutter finde ich, hat sich die Handlung etwas gezogen und an ihren anfänglichen Tempo verloren. Und als ich dann schon ein bisschen „eingelullt“ war (ich meine das positiv), hat mich das Zusammenkommen von Tanja und Karl wieder total rausgerissen. Damit hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Und zu Beginn hat es mich, ehrlich gesagt, sogar ein bisschen verstört. Ich hatte mir für beide eher eine getrennte Zukunft ausgemalt. Aber der Schluss hat mich ja wieder versöhnt.