Interessante Thematik mit Zwischenspielen

Invisible | Chris Mooney besprochen von Daggi von Daggis Welt am 30. Mai 2018.

Bewertung: 4 Sterne

  • Zum Inhalt

Nina Salomon und Daniel Buchholz müssen in mehreren Mordfällen in Hamburg ermitteln. Ein Arzt sticht einem Patienten mitten ins Herz, ein Mann wird mit mehreren Messerstichen getötet, ein anderer mit einem Baseballschläger zu Tode geprüft. Die Täter haben einiges gemeinsam: sie werden schnell verhaftet und geben an, eine große Wut auf ihr Opfer gehabt zu haben, aber eigentlich haben sie ihre Opfer gar nicht gekannt. Es scheint, als ob jemand im Hintergrund die Fäden zieht.


  • Meine Gedanken zum Buch

Nachdem das erste Buch dieses Autoren-Duos mit dem Titel „Fremd“ mich nicht überzeugen konnte und ich deswegen den ersten Band um Nina Salomon und Daniel Buchholz („Anonym“) nicht gelesen habe, fehlten mir möglicherweise Vorkenntnisse über die beiden. Es war für mich zwar ersichtlich, dass sie ihre Schwierigkeiten miteinander hatten, aber die Hintergründe blieben für im Dunkeln.

Der Einstieg in  den Thriller war etwas anspruchsvoll, da er mit medizinischem Fachwissen unterlegt wurde, aber das passte natürlich zum Schausplatz des ersten Mordes, einer Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie. Die weiteren Morde sind sehr grausam, teilweise blutig, das mag nicht jedermanns Sache sein, mich hat es nicht gestört.

Die Kapitel sind abwechselnd aus Sicht der beiden Ermittler geschrieben. Zwischendurch tauchen Geschehnisse um eine weitere Person auf, die weiß, dass sie ein potentielles Opfer ist und daher auf der Hut sein muss.

Wie ich gelesen habe, wurde für einige Leser das Privatleben zu stark thematisiert, aber mir hat die Mischung gut gefallen. Kurioserweise haben mich die Nebenhandlungen das Buch kaum zur Seite legen lassen, wobei der Fall selbst auch sehr spannend war.

Der Fall an sich hat zwar keine überraschende Wendungen, denn man ahnt von vorneherein, dass jemand die Täter manipuliert hat, aber die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Fällen sind sehr gut konstruiert. Als Leser kann man zwar im Vorfeld überhaupt nicht erahnen, was zu den Taten geführt hat, aber gegen Ende folgt ein Kapitel, aus dem heraus die Motive für verschiedene Taten klar werden. Das war soweit ein runder Abschluss.

Leider waren einige Dinge überzogen, außerdem sind für mich einige Fragen offen geblieben.

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