Amazon Publishing – wer profitiert?

Da kann man sich nur wundern: Einer der drei bedeutensten Großhändler Deutschlands lädt mit einer vorgestern bekannt gegebenen Kooperation Amazon Publishing auf den deutschen Markt ein. Dank der Kooperation mit dem Barsortiment Koch, Neff & Volckmar GmbH (KNV) kann Amazon Publishing ab sofort seine deutschsprachigen Titel als Printbücher über das KNV Barsortiment  dem stationären Buchhandel anbieten.Der Vorstand der buchhändlerischen Genossenschaft eBuch hat für die Geschäftspolitik von KNV wenig Verständnis: „Das ist die dümmste Idee, auf die KNV bislang gekommen ist, denn so öffnet man dem zukünftigen Monopolisten Tür und Tor“, beziehen die Vorstände Angelika SiebrandsLorenz Borsche und Michael Pohl ihre Gegenposition.

Überhaupt scheinen die Meinungen aus dem Buchhandel einstimmig zu sein. Der Tenor: Wer auf dieses Angebot eingeht und entsprechende Titel bei KNV bestellt, sägt am eigenen Ast. Bis jetzt blieb dem Großen aus Seattle im deutschen Buchhandel die physische Präsenz des eigenen Print-on-demand Angebots verwehrt. KNV hat dem ein Ende gesetzt und gibt Amazon Publishing Sichtbarkeit, Reichweite und ganz klar Geschäftsmöglichkeiten.

Wie nun wird die Praxis aussehen? Wie reagieren die anderen Barsortimenter,  die Unabhängigen Buchhändler, die Ketten wie Thalia & Co.? Wie die Selfpublisher und wie die LeserInnen und KäuferInnen?

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